Über 26 800 Wissenschaftler-Innen, vorwiegend aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, sind Unterzeichner der Scientists 4 Future Stellungnahme, die mit folgenden Worten beginnt

Zurzeit demonstrieren regelmäßig viele junge Menschen für Klimaschutz und den Er­halt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Als Wissenschaftlerinnen und Wissen­schaftler erklären wir auf Grundlage gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse:

Diese Anliegen sind berechtigt und gut begründet. Die derzeitigen Maßnahmen zum Klima-, Arten-, Wald-, Meeres- und Bodenschutz reichen bei weitem nicht aus.

https://www.scientists4future.org/stellungnahme/

Unsere Atmosphäre enthält Treibhausgase (z.B. CO2 und Methan), und das ist im Prinzip gut so. Die mittlere Temperatur auf der Erde ist bei ca. 15°C, und vollkommen ohne Treibhausgase wäre sie bei -18°C. Das zeigt schon, dass Treibhausgase die Atmosphäre erwärmen. Der Mond, der ja keine Atmosphäre hat, hat deutlich extremere Temperaturen!

https://de.wikipedia.org/wiki/Keeling-Kurve

Aber durchgehende Messungen des CO2 Gehalts der Atmosphäre seit 1958, gemessen auf Hawaii, zeigen den kontinuierlichen Anstieg dieses Treibhausgases, der daher rührt dass fossile Energieträger (Kohle, Öl, Gas) verbrannt werden. Für die Atmosphäre bedeutet das:

mehr Treibhausgase  =  höhere Temperatur

Basis:  Messungen des Sauerstoffisotops 18 in Eisbohrkern

Der „moderne Mensch“ (homo sapiens) tauchte vor 300 000 Jahren auf – vor ca. 40 000 Jahren besiedelte er den nahen Osten und Europa. Aber erst als vor ca. 10 000 Jahren eine Zeit mit vergleichsweise stabilem Klima begann (grüner Kreis, Temperatur variiert in dieser Zeit um höchstens 1.5°C) konnten wir verlässlich Ackerbau und Viehzucht betreiben und beginnen, unsere heutige Kultur und Lebensweise zu entwickeln.

Und nun zerstören wir diese Stabilität!

Die folgenden Bilder zeigen gemessene Temperaturabweichungen (immer in schwarz, in jedem Bild, weltweiter Mittelwert). Ein Temperaturanstieg seit 1880 ist klar zu sehen. Es gilt hier auch zu bedenken: die Erde reagiert zeitverzögert auf die Eröhung der Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre, und es ist jetzt schon genug Teibhausgas in der Atmosphäre für ca. weitere 0.5°C Erwärmung.

In den Bildern sind farbig gezeigt Ergebnisse von Modellrechnungen der NASA (NASA-GISS, ModelE2). Wenn alle bekannten Einflüsse berücksichtigt werden, errechnet das Modell gut die gemessenen Werte (Bild ganz unten).

Im Modell kann man verschiedenen Einflüsse „an“- und „aus“-schalten, um sie getrennt zu errechnen. Fast alle untersuchten Einflüsse können die beobachtete Erwärmung nicht erklären – bis auf die Treibhausgase (Kurve in Magenta im zweiten und dritten Bild unter diesem Text).

-> Treibhausgase erklären klar die beobachtete Erwärmung!

oben: natürliche Einflüssen (Erdorbit, Sonnenintensität, Vulkane)
unten: menschliche Einflüsse (Treibhausgase, Aerosole, Landnutzung, Ozon)
Daten: https://www.bloomberg.com/graphics/2015-whats-warming-the-world/

Im gesamten Holozän, als wir Menschen unsere Kultur entwickelten, war die Temperatureschwankung höchstens 1.5°C. 2018 hat der Weltklimatat (IPCC) darauf hingewiesen, dass bei mehr als 1.5°C Erwärmung so starke Klimaveränderungen zu erwarten sind, dass es mit großen Problemen für die Menschheit einhergehen wird.

Wir sind fast da!

Alle Einflüsse zusammen – Quelle der Daten:
https://www.bloomberg.com/graphics/2015-whats-warming-the-world/

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